The Race!

Cross-Country...ein letzter Blick zurück...

Das Ganze zunächst ein wenig setzen lassen. Wie die Milch auf der Alpe. In der Gepse. Auch dort ist der Rahm erst am Morgen zum Abschöpfen bereit. So verhält es sich auch mit dem Bericht zum Cross-Country-Lauf in Obertraun. Unglaubliches geleistet; Unglaubliches erreicht. Zuerst setzen lassen. Und genießen. Was war geschehen? Tja, zunächst lose Anfrage, wer denn Lust hat auf die Teilnahme am Cross-Country Landesbewerb. Interesse da. Aber den Startplatz bekommt man nicht umsonst. Qualifikation. Erster Showdown am Sportplatz. 20 Teilnehmer. Die ersten fünf fahren nach Hard. Die Mädchen müssen 2 km absolvieren. Victoria Olivier, Laura Greber, Tamara Muxel, Marie Bischof und Johanna Bär laufen als erste ein. Busticket gesichert. Dann die Jungs. 3 km. Einlauf wie folgt: Markus Dünser, Heinrich Kohler, Christopher Olivier, Jonas Kohler und Nico Helbock. Weitere Tickets gelöst. Die Mannschaften für Hard sind klar. Auf Nachfrage beim Landesreferent können wir noch eine zweite Bubenmannschaft nachmelden. Gut so. Interesse riesig. Zweite Qualifikation. Alle Buben müssen noch mal ran. Same procedure. Zweite Mannschaft mit Paul Berchtold, Elias Purin, Nico Beer und Tobias Moosbrugger. Zu dem Zeitpunkt nichts Besonderes. Für den späteren Erfolg in Oberösterreich aber enorm wichtig. Denn ab diesem Moment wurde der Druck schon aufgebaut. Sollte man in Hard erfolgreich sein, dann fahren die besten fünf. Alles klar. Ab nach Hard. Fast wäre es der totale Triumph geworden. Die Mädchen konnten allerdings die Götzner nicht biegen. Nicht weil sie zu schwach waren, sondern weil die „Ländlar-Motla“ einfach das bessere Team stellten. Bei den Buben ging es nicht nur um den Titel des Landesmeisters. Den hatten wir visualisiert. Spitzensportlerlike stellten wir uns bildlich den Einlauf als Sieger fest. Nicht überheblich nach außen nur gefestigt nach innen. Wer fährt nach Oberösterreich. Ein harter Kampf. Mittelschule Au. Was für Wettkämpfer. Schon in den internen Schulkämpfen kristallisierte sich ein Favorit heraus. Ganz gewiss unerwartet. Markus Dünser. Überlegen der 1. Platz. Nach der zweiten von drei Runden sprintete er den letzten verbliebenen Gegner nieder. Im Ziel ein Riesenvorsprung. Es gibt keine Zeit, wenige Zentimeter hätten also gereicht. Markus meinte, dass es an der Zeit wäre dem Mitlaufenden eine Lektion zu erteilen. Er, Markus, hat es verstanden. Hier geschieht viel im Kopf. Oder wie Diskus-Olympiasieger Robert Harting mal meinte:“Im Sport sind 90 Prozent mental, der Rest ist Kopfsache!“

 

Die Ränge 6 und 7 holten sich Heinrich und Christopher, 13 und 14 wurden Jonas K. und Nico. Somit erster Teamplatz. Landesmeister. Oberösterreich. Zur Verdeutlichung: Paul 16. und Elias 17. Platz. Darf man es schreiben? Ja, man muss. Das Ganze im Prinzip ohne Training. Was für ein Wahnsinn.

 

Obertraun wir kommen. Jetzt muss Training her. So ganz ohne wird das wohl nicht sein. Also Landestrainer Leichtathletik anrufen. Ja, er kommt. Gerne. Sven Benning gibt den Startern Tipps. Es sind Kleinigkeiten, aber wichtig. Weitere eigene Trainingsläufe stehen an. Die Sicherheit wird größer, die Nervosität auch. Gut so. Ein wenig kribbeln muss es. Immer und das muss auch mal erwähnt werden können die Jungs aus dem Unterricht. Keine Lehrerin/kein Lehrer verweigert hier ihre/seine Mithilfe. Respekt. Aber ohne geht es eben nicht. Dann der große Tag. Abfahrt. Hannes Kohler hat sich bereit erklärt, uns mit seinem Bus nach Oberösterreich zu bringen. Als begeisterter Wettkämpfer freut er sich auf das was kommen mag. Sogar Schlachtenbummler sind dabei. Die Familien Kohler und Helbock fahren auch mit. Hilft sehr. Wieder ein paar Prozentchen mehr beim Rennen. Tolles Gelände in Obertraun. Alles was das Sportlerherz begehrt. Wir bekommen Zimmer im ersten Haus am Platz. Strecke wird besichtigt. Hammerteil. Was für Steigungen. Alle sind beeindruckt. Nach dem Rheintal-Lauf in Hard gingen wir davon aus, dass Cross-Country eine Mischung zwischen verschiedenen Untergründen ist. Weit gefehlt. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Die erste Steigung gleich nach dem Start. Die kannst du nicht voll angehen. Die Jungs haben es probiert. Es geht nicht. Taktisch laufen. „90 Prozent mental, der Rest Kopf“. Markus meint: „Dau git as mear aml us!“. Treffend. Abendessen, dann Eröffnungsfeier. Wirklich schön. Nachtruhe früh. Muss nicht mal extra gesagt werden. Jeder weiß, dass hier etwas geht. Deshalb rein in die Federn und am Morgen ….

Frühstück. Nochmal lockere Joggingrunde. Zwei Mal scharf die Steigung rauf. Macht sonst keiner. Ist uns egal. Die Motoren laufen. Für 3,1 km sollten sie das auch. Zum Start. Kleines Missgeschick. Jeder müsste eigentlich noch kurz das Starthäuschen passieren. Haben wir nicht gemacht. Adrenalin. Eindeutig. Ist jetzt auch egal. Startschuss. Einer zieht weg. Geht nicht. Wir wissen das. Alle bleiben ruhig. Dennoch muss man dabei bleiben. Die Jungs machen das auch. Markus in einer Dreiergruppe, danach mit Abstand Heinrich und Christopher. Nico ganz stark. Nur Jonas hat Probleme. Einen Teil der Strecke müssen die Jungs zwei Mal laufen. Hier zieht sich das Feld auseinander. Dann zu guter letzt die finale Steigung. Bei unserem Spitzenläufer ist noch ein Burgenländer dabei. Sein Betreuer ruft ihm zu: „Jetzt hast du ihn, er ist fertig!“ Fehler. Das kommt gar nicht gut an bei Markus. Nun ist die Motivation nur noch viel größer. Er zieht an. Die Steigung saugt die letzte Energie raus. Aber es reicht. Sensationeller erster Platz. Die Spannung steigt. Wo sind die anderen. Erleichterung. Heinrich, Christopher und Nico alle auf den vorderen Rängen. Top. Sogar Jonas kann noch Plätze gut machen. Was für eine tolle Leistung. Egal was noch kommt. Das war herausragend.

 

Nun fällt eine große Last von den Jungs ab. Alle sind glücklich. Aber auch etwas leer. Ist klar. Der Fokus war auf diese 12 Minuten gelegt. Das Rahmenprogramm ist toll. Schifffahrt nach Hallstadt und dann die Salzwelten. Abendessen und Siegerehrung. Was wird kommen? Unerträglich die Warterei. Dann ist es soweit. Medaille wäre schön. 3. Platz. Nein. Dann eben 2. Platz. Ja. Silber. Bei den Österreichischen Bundesschulmeisterschaften. Man kann nur den Hut ziehen. Ein Traum geht in Erfüllung. Die Kärtner konnten nicht gepackt werden. Wiederum war es die bessere Teamleistung. Schwamm drüber. Gratulation Jungs, das war grandios.

 

 

Bundesfinale Cross Country - Obertraun (OÖ) 2. Platz für das Team der NMS Au - Markus Dünser- Sieger der Einzelwertung! Gratulation!!

 

Auftakt der Volleyball-Schülerliga

Unser junges Volleyballteam ist in der Hofsteighalle in Wolfurt in die neue Saison gestartet und wurde gleich ins kalte Wasser geworfen. Wir mussten uns mit den stärksten Mannschaften der letzten Saison, dem BG Bregenz-Blumenstraße, dem BG Dornbirn und der SMS Wolfurt messen. Dementsprechend niedrig waren unsere Erwartungen. Die Mädchen aus Bregenz und Dornbirn zeigten von Beginn an, dass sie auch heuer zur den Topfavoriten zählen. Wir kamen nie in die Nähe eines Satzgewinns, umso euphorischer wurde jeder Punktgewinn bejubelt. Gegen Wolfurt konnten wir über längere Phasen das Spiel offen gestalten, jedoch ohne zählbaren Erfolg.

Diese drei Niederlagen sind zwar nicht erfreulich, aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Wir wollen uns am 6. Dezember in der eigenen Halle gegen Doren und Egg verbessert zeigen und hoffen auf die Unterstützung unserer Mitschüler.

Landesmeisterschaften Cross Country 18. Oktober 2017

Unglaublicher und zugleich historischer Erfolg bei den Landesmeisterschaften Cross Country in Hard.

2 Bubenmannschaften und eine Mädchenmannschaften waren am 18. Oktober 2017 in Hard. Mit im Gepäck der Wunsch nach einem erfolgreichen Auftritt. Dieser hat sich erfüllt. In allen Belangen. Die Buben wurden mit Platz 1 und Platz 8 belohnt. Die Mädchen mit Platz 2. Einzigartig.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Mittelschule/Hauptschule Au stellt die Schule den Landesmeister in dieser Disziplin. Nun geht es nach Oberösterreich. Die Bundesmeisterschaften sind in Obertraun am Hallstädter See.

Schülerliga-Spiel gegen Bezau

MS Bezau - MS Au Die ersten Feiertagsbrocken sind geschafft. Gut getan. Unerledigtes aufarbeiten. Schließlich war da ja noch etwas. Bei allerbestem Wetter, vor dem Nationalfeiertag. Ein Auswärtsspiel. Diesmal gegen die Mittelschule Bezau. Ein neuer Gegner. Letztes Jahr waren sie nicht am Start. Aber egal. Unser Selbstvertrauen ist groß genug. Wir schauen unser Spiel an. Das wollen wir verbessern. Augenmerk Verteidigung. Dort zwickt es noch ein wenig. Deshalb die Vorgabe: "Die Null muss stehen". Oder man kann es auch mit Hilfe von Giovanni Trapatoni beschreiben: "Es gibt nur einen Ball. Wenn man ihn nicht hat muss man sich fragen warum?" Deshalb: Ball halten, nicht kompliziert spielen, and so on... Los geht´s. Auf in die Partie. Blitzstart. Minute 4 und 6. Identische Geschichte. Nico Helbock wird mit zwei mustergültigen Lochpässen auf den Weg geschickt. Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen sind vorhanden. Schon steht es 2:0. Die Abwehr steht bombig. Manuel Beer hat praktisch keinen Ballkontakt. Außer man wählt den Seitenwechsel. Dieser kann praktischerweise auch über den Goalie erfolgen. Manuel Feurstein, Julius in der Innenverteidigung. Außen Elias und Chiara. Ein Gedicht. Und dann die Keule für jeden Gegner. Paul auf der Sechserposition. Manche sehen diesen Sechser als reine Zerstörer-Position an. Nicht so Paul. Das ist nicht sein Stil. Spieleröffnungen am laufenden Band. Diagonalbälle vom Feinsten. Auf den Flügeln Cross-Country Superstar Christopher und Jungspund Rocco. Der Jüngste geht ab wie Schmidt´s Katze. Starke Leistung. Im Mittelfeld wuselt eigentlich Rafael. Doch heute ist er im Sturm und Marco, der Stürmer, im Mittelfeld. Trainerentscheidung. Weil ausprobieren. Geht nicht auf. Ein Tor haut Rafael zwar in Minute 12 rein, sonst ist es speziell für ihn nicht so günstig. Dann schlägt die Hitze zu. Erster Ausfall Rocco. Als würde man ihm den Stecker ziehen. Rien ne va plus. Nichts geht mehr. Auch andere schwächeln. Der Kunstrasen saugt sich mit Temperatur voll. Schwächephase Abwehr. Wir sind das gewöhnt. Diesmal kann auch die Hitze als Mitgrund herhalten. Die Bezauer haben zwar die auch, doch bisher musste ihr Angriff noch nicht allzu viel unternehmen. Weil "Es gibt nur einen Ball. Wenn man ihn nicht hat, muss man sich fragen warum." ggg. Erste Wechsel. Überfällig. Jonas im Sturm, Johannes am Flügel und Xaver in der Verteidigung. Dann geht wieder was. 29., 32. und 40 Minute. In Summe 6:0. Nico, Christopher und Jonas. Zweite Halbzeit. Das Ziel zum Greifen nah. Die Null. Rafael Mitte, Marco vorne und Chiara Flügel. Da kann sie mal Gas geben. Macht sie dann auch. Legt zwei Tore auf. Eines in Minute 50. Wieder Nico. Heute ganz stark. Tolle Pässe aber auch. Minute 53. nochmal. 8:0. Dann, obwohl kein Abwehrwackler feststellbar. Das Gegentor. Den hat sich Bezau aber auch verdient. Immer gekämpft, obwohl deutlich unterlegen. Charakter haben sie. Das Spiel tröpfelt vor sich hin. Hitzebedingt. Minute 59: Nico. Danach weiterer Gegentreffer. Jetzt egal. Ziel eh verfehlt. Dafür aber der zweistellige Treffer durch Christopher zum 10:2. Zweistellig ist auch was Besonderes. Dann drücken wir mal beide Augen zu bei den Gegentreffern. Erich haut sich zum Abschluss noch mal zwischen die Pfosten. Er ist ein Wahnsinns-Beißer. Versteckt sich keineswegs. Super Leute. Das war schön. Nächstes Spiel Egg. "DER MÄTSCH". Wir freuen uns. Wird wohl im Frühling sein.

Fußball Schülerliga - Spiel 2

MS Au – MS Doren – ein weiterer Sieg in „grünen“ ggg Tüchern.

 

Der Hunger ist groß. Ein weiteres Spiel steht an. Wieder Heimspiel. Der Gegner kommt aus dem Vorderwald. Die Talenteschule Doren. Neue Spieler im Gepäck. Jakob Kerle und Manuel Feurstein. Im Auftaktspiel gab es zum einen Terminschwierigkeiten und zum anderen fehlenden Glauben an ein tolles Erlebnis. Nun half auf der einen Seite der Dienstag als Spieltag und auf der anderen Seite freudige Mitschüler. Egal. Gut, dass die zwei dabei sind. Denn es gilt einen in absoluter Hochform agierenden Elias Purin zu ersetzen. Weil erkrankt. Aber Jakob und Manuel, das darf man in aller Bescheidenheit hier zu Protokoll bringen, sind in Ihren jeweiligen Mannschaften Verteidigungsfelsen. Eine weitere Personalie mit dem Prädikat "brutal-schwer-zu-ersetzen" ist Marco. Er muss jetzt einfach mal pausieren. Er hat "Knie". Und das schon länger. Ohne Pause wird das sicher nicht besser. Aber, und das ist auch eine Qualität dieser Mannschaft, er ist dabei. Füllt Wasser, bringt Bälle, ist auf der Bank dabei. Direkt beim Team.

Dieser Spieltag wartet mit einer Neuerung auf. Keine aufpeitschende Ansprache. Nur Aufstellung mit kurzen Hinweisen. That´s it. Genügt aber auch. Weil sowieso motiviert. Gegner nicht unterschätzen. Weil "It´s not a wish concert!" So hat das Jürgen Klopp schon mal bei einem Spiel seiner Liverpooler formuliert. Ob man gewinnt, wie viele Tore man schießt - kein Wunschkonzert.

Über die Tore wurde hier schon gelästert. Das lassen wir jetzt. Sie sind immer noch schwer. Das steht fest. Ein wenig wecken sie den Wunsch nach Auswärtsspielen. Wie abstrus. Das Spiel beginnt.

Julius, Jakob, Xaver und Chiara in der Viererkette. Christopher, Paul, Rafael und Silvan unser Mittelfeld. Nico und Jonas ganz vorne.

Der Start nicht überzeugend. Wacklige Pässe. Vor allem hinten. Da wo es wehtut. Doren versucht das auszunützen. Klappt aber nicht. Gut so. Trotz erster Schwächephase fällt das erwünschte frühe Tor. Christopher. Der Assist wird Nico gutgeschrieben. Er hat von dem schwachen Start genug gehabt, den Ball im Mittelfeld erkämpft und dann wunderbar reingeflankt. So macht das ein Kapitän. Dann geht es besser. Herausspielen. Schnell, vertikal nach vorne. Auch Paul lässt sich nicht lumpen. Seine Schussqualitäten sind beachtlich. Den zumindest nagelt er in die Maschen. 2:0 - Minute 10. In Minute 20 schlägt Jonas zu. Steht goldrichtig. Wie auch letzte Woche. Aber diesmal konsequent. Das ist der entscheidende Unterschied. Damit zieht er auch mit seinem U12-Teamkollegen Rafael gleich. Die zwei liefern sich sozusagen ein internes Duell. Ein Vollgasduell muss man sagen. Rafael bärenstark. An vielen Aktionen beteiligt. Wie ausgewechselt auch Silvan. Der Typ geht ab. Traumpartie. Pässe sitzen, Zweikämpfe sowieso. Die Belohnung steht schon in Halbzeit Eins fest. Silvan wird garantiert nicht ausgewechselt. Auf der anderen Flügelseite brennt die Hütte. Christopher unnachahmlich. 4:0 in der Minute 23. Top.

Zweite Halbzeit. Erste Wechsel. Chiara hat extra die Musikschule verschoben. Nur um dabei zu sein. Die Jungs staunen. Was das Mädel alles kann. Und erst die Einstellung. Nun ist Rocco im Einsatz. Sein erster Ball noch etwas wild, danach überragend. Das ganze Spiel. Wie in Halbzeit Eins geht es wieder mit Schwierigkeiten los. Diesmal werden wir aber bestraft. 4:1. Und weitere größere Defensivprobleme. Einzig Manuel in Hochform verhindert weitere Gegentreffer. In welche Richtung geht es nun? Nun ja. Diese Entscheidung trifft Christopher. Wieder mal. Führungsspieler haben ein Gespür dafür, wenn es sie braucht. Solo, langes Solo, mit Torabschluss bringt in Minute 43 das 5:1. Die ganz große Sicherheit bringt es dann doch nicht. Obwohl Nico gleich das 6:1 nachlegt. Ein Elfer. Hat er selber rausgeholt. (45.).

Es liegt sicher nicht am Personal in der Verteidigung, eher ist es eine Kombination aus mehrmaligem Wechseln und allzu offensivem Verhalten. Auch die Trainer tragen eine Mitschuld. Verschiebungen von Innenverteidigern sind nicht immer günstig. So auch heute. Aber nur so kann man die richtige, die beste Aufstellung finden. Julius, Jakob, Xaver und Manuel mit starken Aktionen, aber eben auch noch mit kleinen Unsicherheiten. Heute gegen Doren spielt das keine Rolle. Ist egal, aber ärgerlich. Eine alte Fußballerweisheit beschreibt die Situation am besten: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften!“ So ist das. Und das bedeutet, dass wir ganz weit kommen können. Denn unser Verteidigungsministerium ist nahezu unschlagbar. Tolle Jungs inklusive ein Mega-Mädel. Nun im Einsatz auch Erich. Diesmal ganz vorne. Im Sturm. Er macht das gut. Hat sogar gute Abschlussmöglichkeiten. Doren kann einen Treffer aufholen. 6:2 (48.), aber im Gegenzug Christopher zum 7:2. Wolfi löst Manuel im Tor ab und Johannes haut sich rein. Verteidigung. Das Spiel steuert nach weiteren tollen Offensivaktionen dem Ende zu. Manchmal zu kompliziert. Der Abschluss zu zögerlich. Könnte ein höheres Ergebnis geben. Den Schlusspunkt setzt aber Doren. 7:3 Endstand.

Fazit: Das Spiel hochverdient gewonnen. Luft nach oben vorhanden. Vermutlich geht es in zwei Wochen nach Bezau. Dort werden wir unsere neu erworbenen Erkenntnisse hoffentlich gewinnbringend einsetzen.

Fußball - Schülerliga 2017/2018 - Spiel1

AU  - Alberschwende

 

Unglaubliche letzte Saison. Was für Emotionen! Reflexartig rufen Schüler landauf, landab wenig Schmeichelhaftes, wenn es um zusätzliche Termine an der Schule bzw. rund um die Schule geht. Denkste! Nicht hier in Au. Und schon gar nicht beim Schülerliga-Team der Mittelschule Au. Hängt vermutlich auch mit dem letzten Jahr zusammen. Was waren das für Erlebnisse! Die Belohnung: Ein sensationeller 5. Platz im Land Vorarlberg. Der Hammer. Kein Wunder, dass schon allein die Anfrage nach Beteiligung am neuen Team auf große Vorfreude stieß. 15 Jungs und ein Mädchen. Jeder mit vollster Überzeugung. Gewillt alles zu geben. Spirit im Übermaß. Ab in die ersten Spiele.

Zunächst Alberschwende. Wie auch letztes Schuljahr. Diesmal aber Heimspiel. Erstes überhaupt! War es letztes Jahr noch eine Fahrt ins Ungewisse, so konnte man in der neuen Spielsaison schon ein gutes Maß an Selbstvertrauen spüren. Alberschwende, wie auch andere Schulen im Bregenzerwald, waren lange Zeit fußballerisch unerreichbar. Das Blatt hat sich gewendet. Dank guter Arbeit im Verein und natürlich notwendigem Talent. Wir als Schule profitieren davon. Schlussendlich ist es das große Privileg mit gut ausgebildeten Spielern an der Schülerliga teilzunehmen. Wirft man dann noch einen großen Brocken Freude, Biss und Willen dazu, dann ist das brandgefährlich. Und zwar für den Gegner!

Erstes Spiel also Alberschwende. Im Nachhinein war eine der größten Herausforderung das Aufstellen der Tore. Ja. Richtig gelesen. U13 Spieler gepaart mit Großfeld bedeutet: Große Aufgabe und (Achtung!) große Tore. Die Teile sind am Auer Fußballplatz relativ kompliziert versorgt. Und sie wiegen gefühlte 2 Tonnen. Ein alttestamentarischer Vergleich muss her: David gegen Goliath. Schon zu diesem Zeitpunkt konnte man den unbändigen Willen des Teams erkennen. Hier wird nicht aufgegeben. Ganz sicher nicht. Nach gewonnenem heroischem Kampf gegen diese Ungetüme ging es in die Kabine. Besprechung. Erwartungshaltung groß. Was wird der Leitspruch dieser Saison? Letztes Jahr war es Giovanne Elber mit „Das Baum brennt“. Wer macht denn nun das Rennen? Ganz einfach: Ronald Koeman. Komplett unbekannt bei den Kids. Eh klar. Macht nichts. Wichtig ist, was der Typ so von sich gegeben hat. Nach wiederholten, demütigenden Niederlagen gegen die deutsche Nationalmannschaft, gab der Holländer folgendes Statement von sich: „Die Deutschen hören erst auf zu kämpfen, wenn sie im Bus sitzen!“ Umgemünzt auf das Team der MS-Au: „Die Auer hören erst auf zu kämpfen, wenn sie im Bus sitzen!“ Man sieht den Schülern an, dass sie das kapieren. Nicht aufgeben. Egal ob in Führung oder hinten liegend. So lange wir auf dem Platz stehen, wollen wir alles in die Waagschale werfen. Nach Bekanntgabe des neuen Leitsatzes wollen alle raus. Fast nicht aufzuhalten. Nur raus. Alles geben. Immer. Die Spieler sind fast nicht aufzuhalten. Könnte man Motivation riechen, dann wäre die Kabinenluft bis in den letzten Kubikzentimeter damit geflutet. Doch zuerst noch die Aufstellung und drei ganz kleine Anweisungen. Manuel-Pass machen, Vertikal versuchen und Räume richten. What? Keine Angst. Niemand ist verwirrt. Alle verstehen die Vorgehensweise. Deshalb endlich auf den Platz. Das Spiel beginnt. Paul Riedlinger und Julius Gorbach bilden die Innenverteidigung. Kapitän Paul, einer der Routiniers des Teams, hat das drauf. Locker sogar. Klar, auf dem 10-er oder allenfalls auf dem 6-er wäre er eigentlich so richtig zu Hause. Doch in der Abwehr hakt es ein wenig am vorhandenen Personal. Und, keine Frage. Ein Leadertyp wie Paul stellt sich ganz klar in den Dienst der Mannschaft. Für Julius ist diese Position Neuland. Noch nie gespielt. Aber was soll´s. Der Junge kann das. Wie sich später herausstellen soll, kann er es sogar überragend gut. Elias Purin und Chiara Dünser sind unsere Außenverteidiger. Eigentlich muss hier keine weitere Erklärung abgegeben werden. Beide eine Bank. Eine Freude hier dabei zu sein. Elias bärenstark. Die ganze rechte Seite sein Eigentum. Und auch Chiara macht offensive Ausflüge. So soll es sein. Mittelfeld: Christopher Olivier und Rafael Muxel. Christopher alias „The Machine“. Wehe wenn er „abgeht“. Unaufhaltsam.

An seiner Seite einer unserer Erstklässler-Youngsters. Rafael. Brillianter Techniker mit Torgefahr. Mehr kann man sich nicht wünschen. Auf den Flügeln Silvan Türtscher und Marco Muxel. Aus Damüls kamen schon viele gute „Tschutter“. Aber Silvan steckt sie alle in die Tasche. Was für ein Potential. Beidbeinig und viel Kämpferherz. Marco kennt jeder. Riesentalent. Besser geht es eigentlich nicht. Und die Einstellung erst. Angeschlagen, das Knie ein wenig lädiert. Und trotzdem: Marco will spielen. Er ist regelrecht besessen. Im Angriff Nico Helbock und Jonas Zündel. Nico ist ein Knipser. Mit unglaublichen Kämpferqualitäten. Der Vizekapitän ist Führungsspieler. Er geht vorne weg. Gibt die Richtung vor. Im letzten Schülerligajahr hatte er noch einzelne Spiele mit mentalem Durchhänger. Nun ist das Geschichte. Verschwunden. Er zeigt, was er gewillt ist zu geben: Alles!  Unser zweiter Newcomer in der Anfangsformation ist Jonas. Überlegene Technik, tolles Stellungsspiel. Es ist schön, dass er dabei ist. Im Tor: Manuel Beer. Was für ein Torwart. Hat alles! Fußballerisch voll auf der Höhe. Musste er letztes Jahr noch Jakob den Vortritt lassen, so ist er in diesem Jahr unangefochten die Nummer Eins. Er hat es sich verdient. Immer dabei. Nicht aufgegeben. Ein Wahnsinns-Rückhalt. Erich Ritter und Wolfi Moosbrugger, unsere zwei Ersatztorhüter bzw. auch Ersatzspieler übernehmen in dieser Spielzeit diese etwas undankbare Aufgabe. Aber auch hier gilt. Da kommt was nach. Erich und Wolfi können jederzeit einspringen. Sie würden es gut machen. Xaver Berlinger, Rocco Geiger und Johannes Moosbrugger. Bei Xaver gibt es keinen speziellen Grund, dass er nicht von Anfang an gespielt hat. Einzig die Tatsache, dass nur 11 Spieler auf dem Feld sein können, verhinderte ein Startdebüt. Ihn hat es eben dieses Mal getroffen. Er ist ein toller Spieler. Mit viel Übersicht und super Zweikampfverhalten. Rocco und Johannes sind unsere allerjüngsten. Beide schnuppern das erste Mal Schülerliga-Luft. Beide kann man jederzeit einsetzen. Rocco mit Drang nach vorne. Schnell und beweglich. Johannes zweikampf- und durchsetzungsstark. So macht es Freude.

Die erste Halbzeit beginnt gut. Starkes defensives Spiel. Der Ball läuft. Vorne fehlt noch das gewisse Etwas. Die Alberschwender stehen nicht schlecht. Jonas steht häufig an der richtigen Stelle. Handlungsschnelligkeit fehlt ein wenig. Nico, Marco und Christopher laufen sich häufig fest. Dass der Knoten erst von Rafael, einem der Jüngsten im Team, gelöst wird, ist bezeichnend. Minute 12. 1:0. Schlenzer ins lange Eck. Nicht sonderlich scharf geschossen, aber platziert. So wird das gepredigt. Nun läuft es besser. Das zweite Tor in der 19. Minute. Christopher zieht ab. Torwart hilft mit. Trotzdem 2:0. Nun sollte aus einem eher mauen Spiel ein gutes werden. Denkt man. Ist aber nicht so. Schlechteste Phase des gesamten Spiels. Unerklärliche Schludrigkeit. Vielleicht eine Kopfsache. Wie so häufig. Das ist noch eine Schwäche des Teams, die es auszumerzen gilt. Man denke an den Leitsatz: „Die Auer Spieler hören erst auf zu kämpfen, wenn sie im Bus sitzen!“ Folgerichtig kassieren wir das 2:1 in Minute 21. Obwohl Manuel drei Mal in höchster Not noch klärt, kann er dann den vierten Schuss nicht mehr abwehren. Bis zur Pause sind die Köpfe leer. Das Spiel wird tendenziell zwar wieder besser, aber mental will es nicht so recht.

Was bringt die zweite Hälfte. Ein tolles Spiel. Dies vorweg. Gleich nach der Pause explodiert Nico. Minute 36. 3:1. Christopher lässt das nicht auf sich sitzen. 43. Minute 4:1. Und dann. Noch eines. Ein Highlight. Freistoßtreffer durch Christopher. Unhaltbar. Minute 45. 5:1. Somit ist das Spiel gelaufen. Jeder bekommt Spielminuten. Schöne Spielzüge. Zwei Tore fallen noch. 6:2 für Alberschwende. Weitschuss. Nicht haltbar. Und nach einer schönen Einzelleistung vom kämpferisch überragenden Nico der finale Treffer zum Endstand von 6:2. Am Ende gilt festzuhalten. Super Spiel mit Luft nach oben. Mal sehen, was dann der nächste Gegner vorzuweisen hat. Fest steht. Wir sind bereit.

 

Zum Abschluss noch der „man-of-the-match“: Team MS AU!!! 

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